Im Busch ist nichts los – eine Ostafrika-Reise in Corona-Zeiten

01.09.2020 – 17.09.2020

Hier folgt nun ein spannende Safari-Reportage von Julia und Daniel, die im September nach Tansania und Kenia reisten. Daniel schildert voller Begeisterung die Eindrücke der beiden „Explorer“, die 16 Tage in den zwei Ländern unterwegs waren – und die Faszination und das Abenteuer Afrika life, sehr privat und unberührt erlebt haben


Unsere Reise ins Paradies

Von der Planung zur Umsetzung

Von der allerersten Sekunde hatten wir das Gefühl, mit SAFARI Aktuell den richtigen Partner für unsere geplante Safari an unserer Seite zu haben. Wir hatten uns vorher nach langer und ausgiebiger Internetrecherche dazu entschieden, eine Privatsafari zu machen. Das Reiseziel sollte Tansania sowie Kenia sein, da wir die große Migration miterleben wollten. Nun machten wir uns auf die Suche nach einem passenden Anbieter und nahmen Kontakt zu diversen Veranstaltern auf. Frau Viva Hintz, unsere Ansprechpartnerin bei SAFARI Aktuell, hat uns vom ersten Gespräch an voll überzeugt. Ihre Expertise unterschied sich enorm von den anderen Beratern und wir merkten schnell, dass Sie wirklich genau weiß, wovon sie spricht. Wir erhielten tiefgehende Informationen über sämtliche Nationalparks, Tiersichtungen, Vegetationen, das Klima und sonstige wichtige Gegebenheiten, so dass wir sowohl die Reiseroute wie auch die Reisezeit schnell bestimmen konnten. Im gesamten Beratungsprozess ist die Professionalität und die Integrität von Frau Hintz und ihren Kolleginnen hervorzuheben. Wir hatten jederzeit das Gefühl, dass unsere Interessen im Vordergrund standen und erhielten alle Informationen zeitnah und detailliert, so dass wir hochzufrieden und glücklich mit unserer Buchung waren auf alles vorbereitet schienen…

Große Fragezeichen vor dem Start ???

Doch dann wurde die Corona-Thematik immer größer und brachte einige Schwierigkeiten mit sich. Es war März und eigentlich sollte die Reise im September starten. Kompletter Lockdown in Deutschland und vielen weiteren Ländern, von morgens bis abends Horrorszenarien in allen Medien und Angst bei vielen Menschen… Auch die Grenzen zu unseren Zielländern wurden geschlossen. Frau Hintz und wir standen in stetigem Kontakt. Sie analysierte die Lage jederzeit und gab uns regelmäßige Updates. Wir bewahrten Ruhe und warteten ab, denn etwas anderes blieb uns nicht übrig, denn voreilig wollten wir unsere Reise nicht stornieren oder umbuchen. Wir glauben weiter an unseren Traum! Im Juni wurde dann Tansania wieder geöffnet, im August folgte Kenia. Es bestand weiterhin eine Reisewarnung seitens Deutschlands, die für uns alle jedoch schwer nachzuvollziehen war, da Corona in Ostafrika nicht weit verbreitet war. Frau Hintz arbeitete akribisch mit ihren Partnern und stellte uns jederzeit alle neuen Infos zur Verfügung. Wir erhielten Texte und Bilder zu Sicherheitskonzepten und Hygienevorschriften. Ständig gab es neue Informationen zu Einreisebedingungen und es änderten sich immer wieder einzelne Gegebenheiten bezüglich des geplanten Grenzübergangs von Tansania nach Kenia.

Frau Hintz und ihr Team behielten einen kühlen Kopf und regelten alle Sachverhalte einwandfrei. Die Partner vor Ort waren nun bereit für Touristen und Safaris und wir waren das natürlich auch. Letztendlich entschieden wir alle gemeinsam, dass unsere Safari-Reise sicher und mit kalkulierbarem Risiko, welches es bei jeder Reise gibt, stattfinden könnte. Wir waren sehr froh, dass wir das SAFARI Aktuell-Team in dieser schwierigen Zeit mit Rat und Tat an unserer Seite hatten. Nun ging der Flug also am 01.09.2020 nach Kilimanjaro.


Tansania   ̶   ein Traum wird wahr

1.Tag: Arusha

Am späten Abend kamen wir am Flughafen Kilimanjaro an und wurden draußen von unserem Guide Francis von Leopard Tours empfangen. Wir merkten gleich, dass Francis ein sehr liebeswerter Mensch ist und seinen Beruf liebt und mit Leidenschaft ausübt. Unser Geländewagen war sehr komfortabel ausgestattet, wir fühlten uns sofort wohl. Unsere erste Fahrt ging nun in die African View Lodge nach Arusha. Hier erlebten wir nach einem leckeren Abendessen unsere erste Nacht auf afrikanischem Boden. Unsere Lodge war simpel, aber schön eingerichtet mit großem Bad und einer prächtigen Gartenanlage.


2.Tag: Arusha – Tarangire

Nach dem Frühstück erhielten wir ein Lunchpaket und fuhren zum Tarangire Nationalpark  ̶  unsere erste Safari stand bevor! Aufgrund unseres großen Interesses und der vielen Fragen lernten wir schnell eine besondere Safari-Weisheit von Francis: „Pole, pole!“ Er gab uns somit zu verstehen, dass wir uns keine Gedanken machen sollten und die Tiere schon kommen werden. Und er sollte recht behalten!

Tarangire National Park – ein Juwel unter den Nationalparks im Norden des Landes – beste Reisezeit Juni bis Oktober.

         

 

Unsere Pirschfahrten im Tarangire Nationalpark

Der Tarangire Nationalpark ist wunderschön und beinhaltet viele verschiedene Arten von Vegetation. Wir sahen viele Zebras, Gnus, Antilopen, Wildschweine, Giraffen, Elefanten und weitere Tiere in freier Natur. Diese Erlebnisse waren unbeschreiblich, denn so etwas hatten wir bisher noch nie gesehen. Francis blieb stets auf den Safaripisten und näherte sich den Tieren nur langsam und hielt jederzeit genug Abstand, um die Tiere nicht zu erschrecken. Einige Tiere kamen sehr nah an unser Fahrzeug, ein unglaubliches Gefühl!

Am Abend ging es für eine Nacht in die Maramboi Tented Lodge. Was wir hier erleben durften, war außergewöhnlich: Von unserer Lodge hatten wir Blick auf den Lake Manyara und erlebten einen wunderschönen Sonnenuntergang. Zudem liefen Zebras und Gnus durch unseren „Garten“ durch die Parkanlage. Was will man mehr? Richtig, ein exzellentes Abendessen auf einer hübschen Terrasse, das von äußerst freundlichem Servicepersonal serviert wird. Nun waren wir tatsächlich in unserem Traum angekommen. Die Nacht war wunderschön mit offenem Zeltblick zum See, so dass wir uns noch mehr mit der Natur verbunden fühlten.


3.Tag: Tarangire – Karatu

Nach einem reichhaltigen Frühstück, brachen wir zu einer Frühpirsch im Tarangire Nationalpark auf. Nachdem wir von zahlreichen Affen begrüßt wurden, erkundeten wir gemeinsam mit Francis neue Wege und Gebiete des Parks. Wir sahen viele Tiere und auf einmal erblickten wir drei Löwinnen, die links am Straßenrand neben einem Busch lagen und sich sonnten. Unglaublich, unsere ersten Raubtiere! Wir verweilten einige Minuten und genossen es, diese prachtvollen Tiere zu beobachten. Voller Glücksgefühle beendeten wir die Pirschfahrt und fuhren zu unserer nächsten Station, der Bougainvillea Safari Lodge in Karatu. Dort wurden wir von einem äußerst herzlichen und humorvollen Team empfangen. Gastfreundschaft wurde hier besonders großgeschrieben. Während des Mittagessens unterhielten wir uns mit dem Personal, das sehr interessiert an uns und dem Leben in Deutschland war. Natürlich erkundigten sie sich auch danach, wie wir zu Hause mit der Corona Situation umgehen und wollten wissen, wieso kaum Touristen aus Europa nach Afrika einreisen. Es entwickelte sich ein reger Austausch und wir lernten einiges über die Kultur des Landes. Den Nachmittag verbrachten wir mit einem Nickerchen in unserem traumhaft schönen und angenehm gekühlten Zimmer, bevor wir uns am Abend wieder mit den köstlichen Speisen der Küche beglückten und glücklich ins Bett fielen.


4.Tag: Der Ngorongoro Krater ̶ ein absolutes Highlight

         

Am nächsten Morgen standen wir bereits um 5 Uhr auf, denn es ging zum Ngorongoro Krater, welcher als UNESCO Weltnaturerbe deklariert ist. Schnell wussten wir, warum. Allein der Panoramablick vom Aussichtspunkt ist atemberaubend und einen Besuch wert. Doch im Innern des Kraters angekommen, wurde unsere Begeisterung noch größer. Eine unglaubliche Kulisse zeichnete sich ab und wir sahen vor allem an den Wasserstellen riesige Mengen an Tieren. Nilpferde, Zebras, Gnus, Flamingos und Impalas auf einem Bild waren keine Seltenheit. Die verschiedenen Vegetationen innerhalb des Kraters faszinierten uns sehr. Während wir langsam durch den einzigen Urwald des Kraters fuhren, erblickten wir auf einmal den König der afraikanischen Savanne – einen großen, ausgewachsenen männlichen Löwen, der aus dem Gebüsch kam, ca. 1 Meter neben unserem Fahrzeug langlief und sich direkt auf den Weg vor uns legte. Welch ein Erlebnis! Wir konnten unser Glück kaum in Worte fassen. Nach einer Viertelstunde zog der Löwe weiter und wir gelangten zu einer Herde von etwa 30 Elefanten, die nur wenige Meter von uns entfernt und rundherum um uns verteilt waren. Kurzzeitig erschraken wir, als die Elefanten tröteten und sich um die kleinen Jungtiere versammelten – wahrscheinlich haben sie den Löwen gesichtet, den wir kurz vorher erblickten und warnten einander. Dieser Aufruhr und das laute Tröten waren unglaublich und spannend. Wir fühlten uns wie ein Teil von National Geographic. In totaler Euphorie fragten wir Francis, was wohl als nächstes auf uns wartet. „Pole, pole“ sagte er nur und grinste. Im Verlauf des Tages sahen wir noch einige Löwen und sogar ein Nashorn aus weiter Ferne, welche ein weiteres Highlight des Tages war. Wir fragen uns noch heute, wie Francis das Nashorn auf diese Distanz ohne Fernglas sehen konnte. Das Synonym „The Eagle“ war geboren und wir hatten im weiteren Verlauf noch viel zu Lachen. Am Nachmittag machten wir uns auf den Heimweg und verbrachten eine weitere Nacht in der Bougainvillea Safari Lodge.


5. + 6.  Tag: Serengeti – das endlose Land

Nach einem ausgewogenen, sehr leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg in die Serengeti, eines der ältesten Ökosysteme der Welt. Unser nächster Halt hieß genau genommen „Seronera“, eine wunderschöne Region in der zentralen Serengeti. Wieso man die Serengeti als „das endlose Land“ übersetzt, wurde uns schnell verdeutlicht. Savanne und Steppe bis zum Horizont und noch viele schier endlose Kilometer weiter. Allein die 6-stündige Fahrt war ein reiner Genuss. Zudem sahen wir auch unsere erste Hyäne am Straßenrand, die sich ein schattiges Plätzchen unter einem Busch gesucht hatte. Zur Mittagszeit trafen wir im Kuhama Camp ein, welches sich als ein einmaliges Erlebnis herauskristallisieren sollte. Empfangen mit einem erfrischenden Glas Fruchtsaft (wie in allen bisherigen Unterkünften) betraten wir unser ausgebautes, großräumiges Zelt. Zwei Nächte standen uns hier bevor und wir konnten es kaum abwarten mitten in der Wildnis Tansanias zwischen den Tieren einzuschlafen. Und genauso kam es auch. Zunächst folgte ein köstliches Mittagessen, bei dem wir eine Elefantenherde ca. 200 Meter entfernt von uns vorbeiziehen sahen.

Nach einer Nachmittagspirschfahrt, bei der wir von einer Löwin und lachenden Hyäne, die gerade eine Babygazelle im Maul hatte, empfangen wurden, wurde ein wunderschönes Dinner für uns vorbereitet. Wir waren die einzigen Gäste im Camp und unser Kellner Gaudence sorgte mit seinen Kollegen Zakayo, Nathan, Sailepu und Aloyce für unser allerbestes Wohlergehen. Diese Wärme und der herausragende Service werden immer in unserer Erinnerung bleiben. Als wir zu Bett gingen, entdeckten wir sogar 2 Wärmflaschen in unseren Betten. Es sind oft die Kleinigkeiten, die ein besonderes Erlebnis noch besonderer machen. Auch die Dusche, die vorher in einem Eimer über dem Zelt aufgefüllt werden musste, war ein fantastisches Erlebnis. Hier waren wir so stark mit der Natur verbunden wie nie zuvor. Lachende Hyänen, Zebras, ein Büffel, der am Zelt kratzte und das Brüllen eines Löwen machten die Nächte zu einem besonderen Erlebnis. Aber unser Masai Sailepu passte während der Nachtschicht stets gut auf uns und alle anderen auf.

           

         

Safaris gab es im Übrigen auch noch: Wir sahen einen Leoparden, der es sich auf einem Baum gemütlich gemacht hatte. Zudem sahen wir ein Nashorn in der zentralen Serengeti. Und zwar aus nächster Nähe! Laut Aussage unseres Guides wie ein 6er im Lotto! Er hatte bisher in all seinen Jahren noch keins in diesem Bereich der Serengeti gesehen. Selbstverständlich sahen wir sämtliche weitere Tiere wie Giraffen, Elefanten, Thompson-Gazellen, Antilopen, Zebras, Gnus, Hyänen, Büffel, Adler, bunte Vögel oder Geparden. Die Serengeti ist nicht nur in ihrer Tierwelt, sondern auch in ihrer Vegetation sehr vielfältig. Dicht bewachsener Wald neben Grasflächen, Ebenen und Granitfelsen, auf dem sich Löwen tummeln. Jeder Naturliebhaber findet hier sein Glück und kommt es dem Staunen nicht mehr heraus. Aber das war es noch nicht: Unsere Glückssträhne setzte sich fort als wir 4 Löwinnen live bei der Jagd zusehen durften. Die Giraffe, die ihr Baby an die Löwen verlor, tat uns sehr leid, doch wir erkannten, dass dies der normale Lauf der Natur ist und waren glücklich, an diesem Jagdspektakel teilhaben zu dürfen. Es war faszinierend zu sehen wie taktisch und klug die Löwen die Jagd durchführten. Ähnlich faszinierend waren all die afrikanischen Sonnenuntergänge. Diese Farben am Himmel sind eine Augenweide und unvergesslich. All dieses Erlebnisse führten bei uns zu einer riesengroßen Dankbarkeit, die uns jede Sekunde auf unserer Reise begleitete.


7. + 8. Tag:  Lake Victoria und Grenzübergang nach Kenia – das Abenteuer geht weiter

Nach unserem unvergesslichen Aufenthalt in der Serengeti und den Big Five im Gepäck ging es nun weiter Richtung Lake Victoria. Wir fuhren durch die westliche Serengeti und genossen auch hier die einzigartige Natur in ihrer vollen Pracht. Am Nachmittag erreichten wir die Speke Bay Lodge in Lamadai und wurden, wie sollte es auch anders sein, äußerst herzlich empfangen. Nach einem kurzen Briefing setzten wir uns an einen kleinen Tisch direkt am Wasser und aßen zu Mittag. Den Nachmittag erlebten wir in unserer Lodge, die sehr nett und gemütlich eingerichtet war. Diese Verschnaufpause tat uns richtig gut. Jeden Tag 8-10 Stunden Safari bzw. im Geländewagen sitzen kann anstrengend sein, auch wenn man es kaum glauben mag. So waren wir am nächsten Tag topfit und machten uns auf den Weg nach Isebania. Hier wollten wir die Grenze überqueren. Francis begleitete uns durch alle 4 Grenzkontrollen, an denen wir sämtliche Dokumente vorzeigen mussten: Reisepässe, negativer Corona-Test (in Tansania haben wir einen weiteren Test gemacht, der für die Grenzüberquerung nach Kenia notwendig war), Impfzertifikate und Visa… der kenianische Grenzbeamte, der sich „Chief of Health“ schimpfte, hatte wahrscheinlich finanzielle Engpässe. Anders ist kaum zu erklären, wieso ihm unser ärztlich ausgestelltes Impfzertifikat zur Intoleranz gegen eine Gelbfieberimpfung nicht ausreichte und mit seinem Kollegen den Preis für unseren Grenzübergang verhandelte. Die beiden einigten sich auf 30 USD pro Person. So kamen wir um 60 Dollar ärmer endlich in Kenia an und verabschiedeten uns von unserem Guide Francis. An dieser Stelle möchten wir betonen, dass dies der beste Guide war, den wir jemals hatten. Er ist ein toller Mensch und trägt das Herz am richtigen Fleck. Seinen Beruf lebt er mit Passion, Leidenschaft und Freude. Er tat alles dafür, dass wir unser bestes Safarierlebnis hatten, das wir hätten haben können. Asante sana, Francis!

Masai Mara – Herden über Herden

An der Grenze wurden wir nun von unserem neuen Guide Michael von Private Safaris herzlich empfangen. Beim Begrüßen war uns klar, dass wir wieder großes Glück mit unserem Guide hatten. Auch hatten wir einen ähnlichen Geländewagen und waren total happy darüber. Wir waren schon ein bisschen besorgt, dass wir eventuell in Kenia nicht mehr so komfortabel reisen konnten… Umso glücklicher machten wir uns auf den Weg zur Mara Serena Lodge in der Masai Mara. Hier wollten wir die großen Herden der Great Migration erleben, die in den letzten Monaten vom Süden der Serengeti in die Masai Mara gewandert waren. Unterwegs erzählte uns Michael viel über die Entstehung Kenias und die verschiedenen Stämme, Völker und die Kultur. Nach unserem Check-In in der wunderschönen Lodge, in der wir einen Zimmerblick auf die Weiten der Mara hatten, machten wir uns auf zu unserer ersten Pirschfahrt. Wir sahen riesige Mengen an Gnus, die wir uns niemals hätten erträumen können. Gnus, Gnus und nochmals Gnus. Der Himmel zog sich zu und so machten wir uns bei Dämmerung auf den Weg zurück in die Lodge und ließen den Abend mit einem delikaten Abendessen ausklingen.

        


9. +10. Tag: Masai Mara

Die nächsten zwei Tage waren Safari pur. Nach dem Frühstück packten wir unsere Lunchboxen ein und machten uns auf den Weg. Michael fuhr mit uns durch sämtliche Gebiete der Masai Mara, die zum selben Ökosystem wie die Serengeti gehört. Die Landschaft wird hauptsächlich von Gras- und Buschsavanne geprägt. Rund um den bekannten Mara River ist alles dicht und grün bewachsen. Ein Paradies für einen Leoparden, den wir mit seiner Beute, einem toten Gnu, auf einem Akazienbaum beobachteten. Was für ein Erlebnis der Natur! Auch die 3 Löwinnen, die vor uns die Straße entlangwanderten, waren eindrucksvoll. Am eindrucksvollsten waren jedoch die Gnu Herden. Am Vortag dachten wir bereits, wir hätten viele Gnus gesehen – doch was wir heute sahen, hat noch einmal alles übertroffen. Unzählige Mengen an Gnus. Es waren so unglaublich viele und egal wie weit man sehen konnte: Man sah die Gnus auch in weiter Ferne als kleine schwarze Punkte verkleidet. Unvorstellbar! Auf keinem Foto oder Video dieser Welt lässt sich auch nur annährend erkennen, wie viele es waren, da es kilometerlang nicht aufgehört hat und hinter jeder Bergkuppe weitere Herden warteten. All unsere Erwartungen an die Great Migration wurde übertroffen. Dass wir an unseren Tagen in der Masai Mara kein River Crossing gesehen haben, war nicht weiter schlimm. Man kann nicht überall sein und die Natur kann man nicht planen. Überglücklich verließen wir die Masai Mara nach 3 Nächten in der Mara Serena Lodge wieder und machten uns auf den Weg zum Lake Naivasha.

          


11. Tag: Lake Naivasha und Lake Nakuru

Angekommen im Naivasha Country Club, wurden wir von Affen empfangen, die in der Außenanlage des Clubs auf uns warteten.

          

Unser Mittagessen genossen wir inmitten der riesigen Grünanlage mit Blick auf den See. Einfach nur traumhaft schön! Den Nachmittag verbrachten wir mit Dösen und einem Rundgang am See. Es war sehr entspannend und die Bewegung tat uns wirklich gut. Das Abendessen fand in einem Saal im Hauptgebäude statt. Wie immer war der Service sehr gut und die Menschen sehr freundlich. Auch das Essen war bisher in jeder Unterkunft wirklich ausgezeichnet. Damit hätten wir vor unserer Reise so nicht gerechnet. Wir sind zwar nicht auf Gourmettour, sondern auf Safari, jedoch haben wir uns umso mehr auf die leckeren Speisen gefreut. Die Namen der afrikanischen Gerichte, die wir ausprobiert haben, wissen wir ehrlicherweise nicht mehr, jedoch waren sie sehr lecker. Deshalb unsere Empfehlung: Ausprobieren!


Am nächsten Tag (12) ging es zum Nakuru Nationalpark

Dieser ist der einzige Park auf unserer Reise, der eingezäunt ist. Grund hierfür ist ein spezieller Schutzprogramm. Gerade Nashörner, von denen es weltweit nicht mehr viele gibt, werden im Park vor äußeren Einflüssen, wie z.B. Wilderern geschützt. Außerdem liegt die Stadt Nakuru nicht weit entfernt. Die Vegetation im Park unterscheidet sich sehr von unseren vorherigen Zielen. Sie ist dicht bewachsen und grün. Mal etwas anderes als die meist goldbraune Savanne. Wir sahen eine andere, spezielle Gattung von Giraffen und einige Nashörner. Es war ein traumhaft schöner Tag. Am See badeten Zebras direkt neben Flamingos und Flusspferden. Auch Büffel suchten immer wieder freie Badestellen und genossen das Wetter und die ostafrikanische Sonne. Am frühen Abend machten wir uns auf die 1,5-stündige Heimreise zum Naivasha Country Club. Am Abend ließen wir alles noch einmal Revue passieren und konnten kaum glauben, was wir in den letzen Tagen alles erlebt hatten.

          


Tag 13 +14: Kilimanjaro + Elefanten = Amboseli

Am Morgen ging es nach einem ausgedehnten Frühstück Richtung Amboseli Nationalpark. Dies ist der berühmte Nationalpark mit Blick auf den Kilimanjaro, Afrikas höchsten Berg. Gespannt und aufgeregt wie eh und je fuhren wir über Nairobi los und lernten auf der Autobahn, die vollgepackt mit LKWs war, die Eigenarten der kenianischen Verkehrsteilnehmer kennen. „Überholen um jeden Preis“ könnte man die Fahrweise beschreiben. Egal, ob vor einer nicht einsehbaren Kurve oder einem Hügel, ausgeschert wird fast immer. Nach ca. 7 Stunden recht schnellem Herzschlag kamen wir endlich gesund am Ziel an. Wir checkten in der Ol Tukai Lodge ein und sahen sofort die vielen Affen, die sich in den Bäumen der Grünanlage tummelten. Unsere Lodge war unglaublich schön und liebevoll eingerichtet. Wir hatten vom Fenster einen direkten Blick auf Elefanten, Zebras, Gnus und Nilpferden – was kann es viel Schöneres geben? Richtig, eine Safari im Park!

          

Wir machten uns nach dem Mittagessen auf und erkundeten die Sümpfe Amboselis. Flusspferde, Büffel, jegliche Wasservögel und badende Elefanten wohin das Auge reicht. Dass der Nationalpark für seine hohe Anzahl an Elefantenherden bekannt ist, wussten wir im Vorhinein, aber dass es so viele sind, hätten wir niemals gedacht. Große und kleine Herden waren überall im Park zu sehen. Diese wunderschönen Tiere sind so besonders, erst recht, wenn sie im Vordergrund des gigantischen Kilimanjaros grasen. Beeindruckt von dieser unglaublichen Kulisse, machten wir uns auf den Weg zurück zur Lodge. Am nächsten Tag durften wir diese Erfahrung erneut machen. Mit dem Zusatz, dass wir Löwen und Hyänen zusahen, wie sie Beute verspeisten und sich um diese stritten. Bei diesen Tiermengen sollte sich eigentlich niemand Sorgen machen, zu verhungern.


Tag 15: Amboseli – Nairobi

Ehe wir uns versahen, war unser letzter wirklicher Safaritag vorüber und es ging nach Nairobi, wo wir unsere Reise im Ibis Hotel ausklingen ließen. Endlich war auch mal wieder eine Sporteinheit an der Tagesordnung und so konnten wir uns auf unsere Rückreise vorbereiten. Im Sky Restaurant der Hotels wurden wir bei schöner Aussicht über die Stadt verpflegt und genossen die letzten Stunden unserer Traumreise, bevor es wieder zurück nach Deutschland ging.

Auch Michael machte einen fantastischen Job. Er machte unsere Zeit in Kenia zu einem unvergesslichen Erlebnis und wird uns mit seiner offenen und positiven Art immer in Erinnerung bleiben.

Auch Michael machte einen fantastischen Job. Er machte unsere Zeit in Kenia zu einem unvergesslichen Erlebnis und wird uns mit seiner offenen und positiven Art immer in Erinnerung bleiben.


Tag 16: Abreise


Fazit

Wir können jedem Menschen nur ans Herz legen, den Traum von Afrika selbst zu erleben. Die Menschen in Kenia und vor allem in Tansania glänzen durch ihre Offenheit, Wärme und Freundlichkeit und sind dankbar für jeden Touristen, der das Land besucht. Über Die Natur und die Tierwelt haben wir ausführlich berichtet. Mit Worten sind unsere Erlebnisse kaum zu beschreiben. Diese Erfahrungen sollte jeder selbst für sich machen. Es ist ein Muss für jeden Naturliebhaber und Tierfreund, so etwas gibt es an keinem anderen Ort der Welt. Wir haben schon recht viele Reisen erleben dürfen, doch diese war etwas ganz Besonderes. Weiterhin ist es uns enorm wichtig hervorzuheben, wie sicher diese Länder sind und dass es keinen Grund gibt, Angst zu haben. Tansania ist seit Monaten Corona frei und Kenia hat bei den extrem niedrigen Fallzahlen ein gutes Hygienekonzept, so dass sich niemand Gedanken über etwaige Risiken machen sollte. Die Menschen sollten anfangen die Welt durch ihre eigenen Augen zu betrachten und sich nicht zu viel beeinflussen zu lassen.

Wir wurden für unseren Mut belohnt und sind uns sicher, dass Sie auch belohnt werden. Stehen Sie Ihrem eigenen Glück nicht selbst im Weg!


Wenn auch Sie eine vergleichbare Reise buchen wollen, schauen Sie sich gern beide Reisevorschläge von SAFARI Aktuell an:

Tansania in Camps & Lodges

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