Tansania (Teil 3) von Celina Schuricht

30.07.2017 – 31.07.2017


Tag 6 — Zentrale Serengeti

Samstag 30. Juli

Um 06.00 Uhr werden wir fröhlich durch den bestellten „Wake-Up Call“ geweckt. Am Frühstücksbuffet stärken wir uns mit frischen Früchten, Omelett und Pancakes, denn um 08:00 Uhr starten wir mit der weiten Fahrt in die Serengeti. Wir kommen durch das Dorf Mto wa Mbu, in dem wir leckere rote Bananen probieren dürfen und am Parkeingang des Lake Manyara Nationalparks vorbei. Weiter geht es durch Karatu, im Ngorongoro Hochland. Am Parkeingang zum Ngorongoro Schutzgebiet warten schon freche Paviane auf uns und wir müssen alle Fenster und Türen geschlossen halten, um unsere Lunch-Pakete zu beschützen. Von hier aus geht unser Weg weiter durch dicht bewachsenen, grünen Wald. In dieser Region ist es recht kühl. Umso auffälliger, dass es, je näher wir der Serengeti kommen, auch stetig wärmer wird. Das letzte Stück fahren wir über staubige Pisten, bei etwa 36°C.

Am Eingang zum berühmten Serengeti Nationalpark, essen wir unser Mittagessen und erklimmen danach einen Aussichtspunkt, der unendlich weite Ausblicke über die Savanne bietet. Danach geht es auch schon weiter. Wir folgen der staubigen Piste, auf der uns sogar Reisebusse entgegenkommen. Sie fahren von Mwanza am Viktoria-See nach Arusha und zurück.

Nach etwa 30 Minuten Fahrt und vielen Gazellen links und rechts im flachen Grasland, verlassen wir die „Serengeti-Hauptstraße“. Endlich macht Waziri das Dach unseres Geländewagens auf und die Pirschfahrt geht richtig los. Aus der erst so flach und unendlich erscheinenden Ödnis der Savanne, erheben sich plötzlich vermehrt Inselberge, Baumgruppen und ganz grün bewachsene Abschnitte, die Wasserlöcher säumen. Wir sehen Zebras am Wasser trinken – immer auf der Hut vor Krokodilen und anderen Räubern. Die lassen nicht lange auf sich warten und wir entdecken ganz in der Nähe eine Gruppe Löwinnen unter einem Baum. Es geht weiter durch hohes Gras auf holprigen Straßen. In der Ferne wandert eine Herde von etwa 35 Elefanten durch die Savanne. Mehr Elefanten an einem kleinen Wasserloch und dann wieder Elefanten direkt vor uns auf dem Weg – zum Anfassen nah. Sie wissen wohl, dass sie die Lieblingstiere meiner Oma sind. Immer wieder dazwischen Gazellen, Zebras, Antilopen und Gnus. Eine Hyäne überquert die Straße vor uns und wir sehen unsere ersten Nilpferde faul im Wasserloch liegen. Mittlerweile erheben sich links und rechts von uns große Hügel und dann erreichen wir das Kati Kati Tented Camp. Da es keinerlei Wegmarkierungen in der Serengeti gibt, sind wir ziemlich verblüfft, dass Waziri das versteckte Camp so problemlos findet. Mitten in der Wildnis stehen hier zehn große, rustikale Safari-Zelte. Alle mit einzigartigem Blick in die weite Savanne. Nach der erfrischenden Eimerdusche sitzen wir zum Sundowner am Lagerfeuer. Gäste erzählen von ihren Erlebnissen des Tages, Fotos werden herumgezeigt. Als zwei Hyänen ganz nah am Feuer und an uns vorbeischleichen sind nur die „Neuankömmlinge“ überrascht. Draußen im Busch ist sowas doch normal.


Tag 7 — Zentrale Serengeti

Sonntag 31. Juli

Heute Nacht sollen Elefanten im Camp gewesen sein. Das erzählen uns einige Gäste beim Frühstück. Leider haben meine Mutter, Oma und ich so tief geschlafen, dass uns wahrscheinlich gar nichts hätte wecken können. Um 08.00 Uhr geht es wieder los im Geländewagen. Direkt hinter dem Camp begegnen wir einer Giraffe, die in unmittelbarer Nähe von einem Baum frisst. Kurze Zeit später ein großes Rudel Löwinnen mit Jungtieren. Einige von Ihnen schienen auf der Jagd zu sein und wir sehen sogar den Versuch einer Löwin, eine unbedachte Gazelle zu erwischen. Wir warten gespannt, aber nach zwei Stunden haben wir eingesehen, dass die Jagd wohl erfolglos bleibt. Waziri schlägt vor, erst einmal Leoparden und Geparden aufzuspüren. Beides gelingt uns noch am Vormittag. Wir haben wirklich Glück! Allerdings erreichen wir die Geparde grade als sie sich hinlegen. Da sind wir leider etwas zu spät, aber so ist das eben in der Natur.

Als wir an einem Picknick-Platz Mittagessen wollen, ist er schon belegt. Sechs Löwinnen liegen im Schatten der für Touristen aufgebauten Sitzgruppen. Direkt gegenüber schaut ein Verkäufer genervt aus seiner Imbissbude. Wir fahren ein Stück weiter und entdecken an der Straße unter einem Baum die nächsten Löwinnen, aber diesmal mit drei Babys. Von diesem Anblick wollen wir uns gar nicht mehr trennen. Es ist unglaublich. Wir sehen, wie die Löwinnen ihre Jungen säugen, wie diese miteinander spielen und schließlich vor unserem Geländewagen die Straße überqueren. Danach gab es noch drei Löwen mit toller Mähne. Hätte ich geahnt wie viele Löwen wir sehen würden, hätte ich sie besser gezählt. Auf dem Rückweg zum Camp möchte ich gerade erwähnen, dass wir noch überhaupt keine Büffel gesehen haben, als vor uns eine riesige Herde über die Straße zieht. Büffel soweit das Auge reicht. Wieder zurück im Camp, sitzen wir gemütlich mit den anderen Gästen um das Lagerfeuer und freuen uns auf die erste Hyäne, die vorbei geschlichen kommt.

 


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