Namibia und Botswana von Carina Worreschk

21. April 2017 – 05. Mai 2017


Tag 1 bis 3 Anreise

Freitag 21. – Sonntag 23. April

Endlich ist es soweit, das lange Warten hat ein Ende. Koffer gepackt, Reisepass in der linken, Flugtickets in der rechten Hand und schon sitzen wir im Flugzeug. Ziel ist Johannesburg. Dann weiter nach Windhoek. Einreise, Gepäckübernahme und 1,5 Stunden später sitzen wir am Steuer unseres schneeweißen Toyota Corollas auf dem Weg zum Utopia Boutique Hotel in Klein Windhoek. Nach einem Abendessen in Joe’s Beerhouse, in der Nähe vom Gästehaus,  fallen wir erschöpft ins Bett – Was ein aufregender Tag – Gute Nacht.


Tag 3 Windhoek (Cheetah Walk)

Sonntag 23. April

Heute heißt es früh aufstehen. Kurze Zeit später sitzen wir hinter dem Lenkrad unseres Autos und fahren wieder zurück in Richtung Windhoek Flughafen. Doch zurück in Richtung Heimat geht es noch lange nicht. Es geht zur N/a’an ku sê Lodge, ca. 45 Fahrminuten von Windhoek, zum Cheetah Walk – sehr aufregend und kann ich nur empfehlen. Denn eins ist sicher, so nah war ich einer Wildkatze noch nie.  Leider unterschätzen wir die Fahrt auf der Schotterpiste mit unserem Corolla und kamen 20 Minuten zu spät. Für das Team von der N/a’an ku sê Lodge überhaupt kein Problem. Wie selbstverständlich, steigen wir in einen offenen Geländewagen der Lodge und werden zu der Gruppe gefahren, die schon mit den Geparden im Reservat zu Fuß unterwegs waren und auf uns warteten.

Unfassbar – 5 Geparden, so nah und in freier Wildbahn. Wir wissen gar nicht, von welchem Gepard wir zuerst ein Foto machen sollten. Nach 1,5 Stunden und um mindestens 300 neue Fotos reicher, fahren wir zurück zur Lodge. Ein tolles Erlebnis.

Nachmittags treffen wir unseren deutschsprachigen Guide mit dem wir eine Stadtrundfahrt durch Windhoek unternehmen. Die Christuskirche, der Regierungssitz des Präsidenten, der Tintenpalast, das Township Katutura waren einige Sehens­würdigkeiten, die wir während der City Tour besichtigt haben – sehr spannend und darf bei einem Besuch in Windhoek nicht fehlen.

Mein Fazit: Windhoek ist eine saubere kleine Stadt mitten im nirgendwo, wo beinahe jeder Jeden kennt.

 


Tag 4 bis 6 Etosha Nationalpark

Montag 24. April – Mittwoch 26. April

Aufstehen. Frühstück. Koffer packen und weiter geht es in Richtung Norden. Bevor wir Windhoek verlassen, statten wir dem Supermarkt noch einen Besuch ab, um uns mit Biltong, Rusks und Appletiser für die Fahrt einzudecken. Wie praktisch, dass wir eine Kühlbox im Auto haben.

Kaum haben wir die Stadtgrenze passiert, fahren wir durch Niemandsland. Soweit das Auge reicht, nichts außer unendlicher Weite und Wolken am Horizont. Über Otjiwarongo und Outjo, und einer kurzen Mittagspause bei Wimpy, erreichen wir nach 4 stündiger Fahrt das Etosha Safari Camp, etwa 5 Minuten vom Andersson Gate entfernt. Den Tag lassen wir gemütlich im Restaurant des Camps ausklingen.

 

Dienstag 25. April

Nach dem Frühstück fahren wir in den Etosha Nationalpark. Unser Aufenthaltsort für den ganzen Tag. Stundenlang halten wir uns im Park auf und folgen den Loops des Parks zu den Wasserlöchern. Ein Foto hier, ein Foto da und plötzlich ist die Speicherkarte auch schon voll. Aber das passiert schnell in Afrika und wir hatten glücklicherweise noch eine Zweite dabei.

 

Mittwoch 26. April

06.00 Uhr in der Früh Weckruf. Schnell aufgestanden und mit Kamera gewappnet sitzen wir schon eine halbe Stunde später im offenen Geländewagen. Eine Pirschfahrt in den Etosha Nationalpark steht auf dem Programm. Löwen, jede Menge Antilopen, Zebras und Giraffen kreuzen unseren Weg. Unser Ranger erzählt uns interessante Dinge über das Leben der Tiere im Busch – einfach nur interessant. Eine geführte Pirschfahrt kann ich nur empfehlen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man mehr Tiere sieht ist nicht nur höher, sondern man lernt auch noch viele Dinge über Fauna und Flora im Etosha Nationalpark.

Den Nachmittag verbringen wir entspannt am Pool der Lodge. Abendessen und schon endet ein weiterer wundervoller Tag in Namibia.

 


Tag 7 Rundu

Donnerstag 27. April

Wir packen unsere sieben Sachen und verlassen die Lodge nach dem Frühstück. Über Tsumeb und Otavi geht es über das Otavi Dreieck in Richtung Rundu, der zweitgrößten Stadt Namibias. Dort in der Nähe, eingebettet zwischen Namibia und Angola liegt die Hakusembe River Lodge am Fluss Okavango. Wir unternehmen am Nachmittag eine Bootsfahrt auf dem Fluss und lassen es uns mit Savannah und kleinen Köstlichkeiten gut gehen. Ein traumhafter Sonnenuntergang macht den Ausflug perfekt. Bei einem leckeren Abendessen auf dem Holzdeck der Lodge lassen wir den schönen Tag ausklingen.

 


Tag 8 Mahango Nationalpark

Freitag 28. April

Aufbruch nach dem Frühstück. Wir fahren durch die wilde Sambesi Region (Caprivi Streifen) in Richtung Divundu. Eine Straße, soweit das Auge reicht, rechts und links nichts außer Busch und Bäume und der endlose Horizont. Zwischendurch sehen wir ein paar Rundhütten aus Gras und Lehm. Tiere kreuzen immer wieder unseren Weg. Nach etwa 2,5 Stunden Fahrzeit, erreichen wir die Nunda River Lodge. Wir beziehen unser kleines Chalet und nehmen nachmittags an einer Pirschfahrt im Mahango Nationalpark teil. Elefanten, Büffel waren die Highlights dieser Pirschfahrt.

Glücklicherweise gab es in den letzten Wochen sehr viel Regen in der Sambesi Region, sodass der Park, sowie die ganze Caprivi-Region und sogar die sonst trockene Etosha-Pfanne, sehr grün und dicht bewachsen sind. Das erschwert natürlich die Tierbeobachtungen. Aber wir vertrauen da voll und ganz unseren Ranger, der seine Aufgabe mit Bravur gemeistert hat.


Tag 9 Bwabwata Nationalpark

Samstag 29. April

Wir fahren weiter, auf der unendlichen Straße, in Richtung Westen. Rechts von uns befindet sich Botswana und links Angola. Wir bleiben in Namibia und fahren zur Lianshulu Lodge angrenzend zum Bwabwata Nationalpark. Dort leben die Elefanten tatsächlich nicht nur in den Parks, sondern stehen, mit etwas Glück, direkt am Straßenrand.

Uns erwartet eine abenteuerliche Lodge-Zufahrt mit sehr tiefen Spurrinnen und Sand. Dennoch kein Problem für unseren Toyota Corolla. Nach ein paar Ausweichmanövern erreichen wir, ohne Unterbodenschäden, die Lodge. Ein paar Minuten später sitzen wir auch schon wieder im offenen Geländewagen, auf unseren Lieblingsplätzen ganz hinten, und nehmen an einer Pirschfahrt in den Bwabwata Nationalpark teil. Diesmal hatten wir leider kein Glück, die Tiere wollten einfach nicht gefunden werden – Der Nationalpark ist schließlich auch kein Zoo. Dafür erwartete uns ein herrlicher Sundowner mit kleinen Snacks. Ein weiterer aufregender Tag endete.

 


Tag 10 N’kasa Rupara Nationalpark

Samstag 29. April – 1. Mai

Tag 9 unserer Reise. Weiter geht es bis zu dem kleinen Ort Sangwali. Nun haben wir über 600 km durch den Caprivi Streifen zurückgelegt. Ziel der nächsten beiden Nächte ist die N’kasa Lupala Lodge. Die Zufahrt zur Lodge ist nur mit einem Allradfahrzeug zu bewältigen. Kleines Päuschen also für unseren Corolla. Wir haben das Auto sicher auf einen Parkplatz geparkt und wurden von einem Ranger der Lodge abgeholt. Ca. 45 Minuten dauert die Fahrt. Während der Fahrt sehen wir viele Impalas, Zebras und Giraffen. Die nächsten beiden Tage lassen wir es entspannt angehen und unternehmen insgesamt zwei Pirschfahrten im N’kasa Rupara Nationalpark.


Tag 11 Chobe Nationalpark (Botswana)

Sonntag 2. Mai

Transfer zurück zu unserem Auto und Weiterfahrt nach Katima Mulilo. Dort geben wir unser Auto ab. Nach 12 Tagen und knapp 1.800 Kilometern mehr auf dem Tacho, sah unser Auto, zumindest äußerlich, wie ein richtiger Geländewagen aus. Mein Fazit zum Auto: Wir empfehlen eher für die Strecke ein geländetaugliches Fahrzeug, mit höherem Radstand.

Nun geht es per Transfer weiter über Ngoma Bridge Grenzposten nach Botswana. Die Einreise verläuft problemlos und eine halbe Stunde später erreichen wir schon unser Ziel für die kommende Nacht – das Chobe Elephant Camp. Wir werden herzlich begrüßt und verbringen den Tag, bis zur Pirschfahrt am Nachmittag, am Pool des Camps. Pirschfahrt im Chobe Nationalpark. Nach ca. 15 Minuten Fahrzeit sehen wir in der Ferne geschätzt 100 Geier in den Bäumen. Schnell wurde uns klar, weshalb die Tiere – angriffslustig – in Richtung Boden starren. Ein Löwenrudel, 5 Löwinnen mit 4 Jungen und 2 Männchen liegen am Wasserloch und bewachen einen gerissenen Elefanten. Das ist eine Seltenheit. Normalerweise sind Elefanten zu stark für Löwen. Unser Ranger erklärte uns jedoch, dass es durchaus sein kann, wenn 5 Löwinnen und 2 männliche Löwen gemeinsam jagt, ein noch nicht ausgewachsener Elefant, keine Chance hat. Traurig anzusehen, aber das ist die Natur.


Tag 12 Okavango Delta

Montag 3. Mai – 4. Mai

Nach einer Pirschfahrt am Morgen werden wir zum Flughafen Kasane gefahren. Schnell sind unsere Koffer für den Flug in das Okavango Delta eingecheckt. Ab jetzt verläuft alles von selbst. Jeder sagt einem, was zu tun ist – großartiger Service. Eine Stunde später sitzen wir am Bord der Mack Air Maschine zum Shinde Camp. Hoch und runter, links und rechts und nach einer Stunde Flugzeit erreichen wir die Landepiste vom Shinde Camp. Turbulenzen vom Feinsten – aber kein Problem für einen Flieger-Narr wie mich und einem Ehemann als Pilot. Es war super!

Kaum sind wir im Shinde Camp angekommen, geht es auch schon auf Pirschfahrt. Abends erwartet uns ein Feuer im Busch bei einem kühlen Getränk. Die nächsten beiden Tage werden wir mit Tierbeobachtungen vom Feinsten verwöhnt. Löwen, Büffel, dutzende Elefanten, Zebras, Giraffen und alles was das Herz begehrt, konnten wir, dank unseres ausgezeichneten Rangers, entdecken. Es war traumhaft!

 


Tag 13 — Abreise

Mittwoch 5. Mai

Nun heißt es den wilden Tieren Afrikas Lebewohl zu sagen. Nachdem unser Ranger die Zebra-Herde verjagt hat, die es sich auf der Flugpiste gemütlich gemacht hat, landet auch schon der Buschflieger mit Kurs in Richtung Maun.

Nach einem kurzen Flug, landen wir in Maun und checken für den Weiterflug via Johannesburg zurück nach Frankfurt ein.

Abends, nach dem Start in Johannesburg, sitzen wir wieder am Bord der Lufthansa Maschine und fragen uns, warum vergehen die schönen Dinge immer wie im Flug? Kaum hatten wir namibischen Boden unter den Füßen, so war die Reise schon wieder vorbei.

Es waren unglaublich schöne Tage am schönsten anderen Ende der Welt und wir freuen uns schon wieder auf unsere nächste Reise…Next Stopp: Seychellen im November.

 


 

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